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Die historische Entwicklung des Vatertags

Vatertag ist in Deutschland die umgangssprachliche Bezeichnung für Christi Himmelfahrt, den kirchlichen Feiertag um die Heimkehr von Jesus zu seinem Vater, das ist der zweite Donnerstag vor Pfingsten. In den neuen Bundesländern wird der Tag gerna auch als Männertag oder Herrentag bezeichnet.

Die heutige Form des Vatertages und der stattfindenden Feiern ist vermutlich im auslaufenden 19. Jahrhundert im Raum Berlin aufgekommen und erfreut sich immer noch bei Männern großer Beliebtheit.

Vor allem in Norddeutschland finden die so genannten Herrenpartien zur Feier des Vatertags statt, diese werden auf heidnische Flurbegehungen zurückgeführt.
Zu Fuß, auf Kutschen, mit Handkarren (sogenannten Bollerwagen), mit Fahrrädern und Fahrradanhängern, Schubkarren aber auch mit traktorgezogenen Anhängern ziehen die "Herren" ins Grüne, um mehr oder weniger alkoholisiert am Abend oder aber erst am nächsten Morgen nach Hause zurück zu kehren.

In Österreich begeht man den Vatertag am 2. Sonntag im Juni. Vatertag ist hier eher als kirchlicher Festtag zu betrachten und wird in erster Linie unter Gläubigen familiär gefeiert.
Es gibt auch nicht die Herrenpartien, sondern stellt, vergleichbar zum Muttertag, einen Anlass zum Kauf von kleinen Geschenken dar. Vatertag wurde in Österreich erstmals 1956 gefeiert.

In der Schweiz ist die Institution des Vatertages unbekannt, mit der Ausnahme vom Tessin, wo der Vatertag am 19. März gefeiert wird (St. Joseph, wie in Italien).

Luxemburg feiert den Vatertag am 1. Sonntag im Oktober, Kinder kaufen dem Vater Blumen und/oder kleine Geschenke.

 

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